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CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
max
02-jan-02
Das 21. Jahrhundert gehoert den Asiaten!
Wer eine Meinung zu CaoCao's Vision hat, her damit.
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Hans Zucker
02-jan-02
hast ja recht... HaHaHaHaHaHaHans Zucker...
Munter Bleiben!
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
jürgen f.
02-jan-02
viel weisheit brauchts dazu nicht. die alte, schlappe welt tudelt so vor sich hin, die kann nur überholt werden. und irgendso ein Schlauer hat mal kraft= masse x beschleunigung definiert. wie wichtig aber ist, wem was gehört? so ne definition kann auch feinde machen. lieber zusammen für ein gutes ziel.
das neue jahrtausend sollte den tüchtigen, den machern gehören.

jürgen f.
 
 
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Chan Yue
04-jan-02
Denke, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Betrachtet man nur den wirtschaftlichen Aufstieg und Fall verschiedener Nationen Asiens in den letzten 50 Jahren, so sind viele ruckzuck aufgestiegen und genauso schnell auch wieder abgetaucht. Was ist geblieben? Japan mit einer maechtigen Verschuldung und einer noch maechtigeren bad-loans-bubble. China schrabbelt munter an einer kommenden Wirtschaftskriese, HongKong und Taiwan haben sie schon. Die Tiger-Staaten? Wohl eher Bezirksliga.
Vielleicht koennen die Asiaten am 21. Jahrhundert teilnehmen, was nach mehreren Jahrhunderten Abstinenz durchaus wuenschenswert ist, gehoeren wird es ihnen nicht.
 
 
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Johann
04-jan-02
Als ich vor einen Jahr zum erstenmal China Besuchte sah ich
die Großstädte Shanghai und Peking,als auch das Land dazwischen.
Die Infrastruktur und das Soziale wie Wirtschaftliche Gefähle
ist milde Ausgedruckt Gigantisch.Das wird Jahrzente wenn
nicht sogar Jahrhuderte dauern bis ähnliche Standart Lebens-
verhältnisse wie Sie hier in Europa bestehen Erreicht sind.
Japan,Taiwan hat es geschafft,Korea hat es zur Zeit Verloren.
Trotzdem Glaube ich das China und auch der Rest von Asien
eine äußerst Wichtige Rolle auf Wirtschaftlichen wie Politischen ebenen in der Welt spielen werden.Das größte
Potenzial sind die Menschen dort,die ein immensen Drang
haben etwas zu erreichen,Aufzubauen und bei weiten nicht
so jammern wie die Europäer.Es wird eine Weltwirtschaft-
liche Verlagerung geben.Am Spieltisch sitzt der Amerikaner
und Europäer nicht mehr allein,der Asiate Gesellt sich dazu.
Und er hat Unglaublich gute Karten in der Hand.
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Chris
04-jan-02
Seht nur mal nach Shanghai: Nirgendwo auf der Welt, weder in Europa, USA, Japan oder Korea wurde in so kurzer Zeit (Seit 1990) so viel geklotzt. Und das ganze mit Stil, Planung und Verstand. Wo der Deutsche heute noch ueberlegt ob er anfangen soll mit der Planung, hat der Chinese in Shanghai den Transrapid schon fertig. Da soll noch einer sagen die Asiaten schaffen es nicht. Wer das sagt war nicht hier.
Chris
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Hans Zucker
04-jan-02
HI,
schnell bauen heisst auch mehr wackeln und der transrapid faehrt ja auch noch lange nicht...denn da gibt es auch noch sehr viele technische probleme...(insider wissen).
Beijing/Shanghai/Guangzhou/Qingdao/Dalian ist ja schon OK aber das richtige "hinterland" braucht noch lichtjahre bis da mal eine vernueftige strasse gebaut wird oder wirtschaft / fabriken / geldgeber existieren.
beste gruesse, munter bleiben!
H.Zucker
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Ewald
04-jan-02
Wie wird China in 10 Jahren Aussehen???:Meine Vermutung ist zur Zeit tut die chinesische Regierung alles um an der Macht zu bleiben.Das aber nur weil sie gesehen haben wie es anderen kommunistischen Regierungen ergangen ist.Die Regierung hat erkannt das im alten stil die macht nicht zu erhalten ist.Deswegen werden Städte wie Shanghai, Beijing und Guangzou künstlich aufgeblasen um dem Volk zu verkünden "wenn ihr fleisig seid und parteitreu wird es euch schon bald so gut gehen wie den bewohnern der Grossstädte."
Da es, durch Mao´s Dekrete, an einem Glauben mitsamt Göttern mangelt muss halt der Gott des Reichtums herhalten.Die Bevölkerung Chinas hält nur still weil sie 1.glaubt bald Reich oder Wohlhabend zu sein aus eigener Kraft. oder 2. durch Propaganda und mangelnde information glaubt auf dem besten weg zu reichtum zu sein.In fast jeder nachrichtensendung ist jemand zu sehen der "es" geschafft hat.Die meisten Versprechen der Regierung sind nicht zu halten und retten nur kurzfristig den Hals der Parteibonzen.(Manna für´s volk).Hoffen wir alle das Aufklärung und Weitsicht helfen das auch China sich zu einem land entwickelt in den Jeder seines Glückes Schmied sein kann.(und Frei)
 
 
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CaoCao
05-jan-02
CaoCao Vision die 2te

Caoshang hao zhongguo!

Guten Morgen alle auf dieser Seite vom WWW

Wie sagen die Deutschen: " Morgenstund hat Gold im Mund"?

1998 veröffentlichten die OECD und die kalifornische Rand Corporation neue Berechnungen des chinesischen Sozialprodukts auf derBasis der Kaufkraft des Yuan zum US-Dollar.3r Beide Studien kamen zu dem Ergebnis, dass China (ohne Hongkong und Taiwan) die USA bis 2015 wirtschaftlich iJberholen wird. Beide Studien nahmen dabei
eine jährliche Wachstumsrate der US-Wirtschaft von 2,5 Prozent an. Seither hat sich jedoch unter den Ökonomen die Oberzeugung durchgesetzt, dass die »New Economy« das Wachstumspotential der USA auf 3,5 Prozent erhöht hat. Wir schieben deshalb dass Überhol-Datum auf das Jahr 2020 hinaus und gehen zugleich von Gross China aus, das
Hongkong und Taiwan einschliesst.
Nach unserem Szenario wird also Gross China im Jahre 2020 zur grössten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Was bedeutet das? China 2020 ist
- der grösste Produzent der Welt
- der grösste Exporteur und der grösste Importeur
- das manufacturing centre der Welt - so wie Indien vielleicht das wichtigste Exportzentrum für Online- Dienstleistungen sein wird (nicht nur Software, sondern auch Dienstleistungen wie Buchhaltung, Abonnentenmanagement, Call Centers usw.); China besitzt die einzige »Full-set«-lndustrie der Welt, die die ganze Palette von Industrieprodukten herstellt - von den arbeitsintensiven Produkten bis zu den fortgeschrittensten Hochtechnologieprodukten
- das Heim vieler der grössten globalen Konzerne der Welt
- der Staat, dessen Wahrung, der Yuan, neben Dollar und Euro zur dritt grössten der Welt aufgestiegen sein Land, dessen Einwohner noch immer nur einen relativ beschei-
denen Wohlstand geniessen, der etwa dem der Deutschen zu Anfang der sechziger Jahre entspricht. Das grösste Sozialprodukt der Welt muss ja aufgeteilt werden auf etwa 1,4 Milliarden Menschen. Der Träger des Wachstums in den ersten beiden Dekaden des neuen Jahrhunderts waren die privaten Unternehmen. LM Jahre 2020 sind
auch die grossen ehemaligen Staatsuntemehmen börsennotierte Publikunisgesellschaften mit Hundertausenden von Aktionären aus aller Welt; ihre Gross Bankaktionäre, die chinesischen Pensions- und Kapitalanlagefonds, setzen das Management ebenso hart unter Druck, Gewinne
zu produzieren, wie dies die Fonds im Westen tun.
Lachend blickt man auf die Privatisierungsdiskussion der Partei
Ende des vergangenen Jahrhunderts zurück. Sie war schon auf dem XVI. Parteitag 2002 vergessen. Die Statistiken hatten bis dahin bereits aufgehört, zwischen staatlichen, kollektiven und privaten Untemehmen zu unterscheiden, und kannten nur noch drei Kategorien: einheimische Unternehmen, Unternehmen aus Hongkong/Taiwan und ausländische Unternehmen.
Als im Jahr 2006 China, germäss WTO-Vertrag, die letzten noch bestehenden Barrieren zum Schutz der einheimischen Untermehmen abbauen musste, flammte eine nationalistische Diskussion gegen die Auslandsunternehmen auf. Doch bald stellte sich heraus, dass die chinesische Industrie durchaus in der Lage war, den Ausländern Paroli zu bieten. Ja, sie begann nun, durch den Wettbewerb gestärkt, auf den Weltmärkten vorzudringen. Viele der grossen chinesischen Firmen
verwandelten sich in transnationale Giganten. Die Ausländer, die China nur als Markt betrachtet und sich die Hände gerieben hatten über die riesigen Verkäufe, die ihnen die WTO-Öffnung bringen wurde, erlebten ein schlimmes Erwachen. Die Konkurrenzsituation auf den
Weltmärkten veränderte sich fundamental. Die Lage glich den achtzigier Jahren, als die japanischen Konzere die Weltmarkte stürmten, doch nun kam auf die Weltmärte ein mehrfaches Japan zu. Am schwersten betroffen durch die neue Konkurrenz war Japan. Gross China nahm Japan, das bereits durch Südkorea unter Druck stand, einen grossen Teil seiner Exporte von Halbleitern und anderen Elektrokomponenten, von Färnsehgeraten und von Computer- und Telekommunikationshardware weg. Auch fur die ASEAN-Länder hatte sich mit Chinas WTO-Beitritt der Himmel verdüstert. Als auf den Textil-und Bekleidungsmärkten der Welt die Quotenbeschränkungen für China wegfielen. drang die chinesische Industrie auf ihre Kosten vor. Relativ glimpflich kam Deutschland davon. Seine industrielle
Starke, die mafigeschneiderten Hochleistungsmaschinen und Automatisierungseinrichtungen, die Luxusautos und Druckmaschinen, die Optik- und Lasertechnologie waren Markte, die vom chinesischen Ansturm einigermassen verschont blieben. Dennoch erlebten viele
deutsche Industriefirmen am Ende des ersten Jahrzehnts durch die neue Konkurrenz der Chinesen harte Zeiten.
Die zweite Hochtechnologiemacht der Welt
Eine Starke Chinas im Export sind auch im Jahr 2020 noch die arbeitsintensiven Produkte; der Nachschub an billigen Arbeitskräften aus den ländlichen Gebieten des Innern ist unerschöpflich. Zugleich aber ist China zu einer führenden Hochtechnologiemacht aufgestiegen.
Der Keim zu dieser Entwicklung war schon ganz zu Beginn der
Deng-Ära gelegt worden. Damals, im Jahre 1980, hatte der Amerikanische Futurologe Alvin Toffler in seinern Buch »The Third Wave« die These propagiert, Entwicklungsländer wie China, die über Forscher und Ingenieure verfugten, konnten die Zwischenstufe des Industriezeitalters überspringen und von der Agrargesellschaft direkt in die lnformationsgesellschaft übergehen. Die chinesische Führung erklärte damals Tofflers Buch zur Pflichtlektüre für die Wirtschaftskader. Seitdem hat die Forderung der Hochtechnologien Priorität in der Ausbildungs- und in der Industriepolitik. 1m Jahre 2000 produzierte China
bereits mehr Ingenieure als Japan - und bessere, wie der »Economist« hinzufügt, da sie aus einer kompetitiven Elite kommen.33 Uber hundert Hochtechnologieparks wurden gegeründet. Der grösste von ihnen, liegt im Nordwesten Pekings; seinen Mittelpunkt bilden die beiden Eliteuniversitaten Qinghua und Beida (Peking-Univer-
sitat). Dies soll einmal Chinas Silicon Valley werden.
Schon 1999 erreichten Taiwan und China zusammen in der Informationstechnik fast das Produktionsvolumen Japans.

So Leute genug für heute mir fallen die Finger ab von Tasten drücken!:-)
Wenn Ihr evt. brav seid gibt es morgen eine Tabelle.

Gruss und "schlaft gut";-)

CaoCao
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
wilfried
06-jan-02
Hallo CaoCao,

Chinas Aufgabe lautet "Eine Schüssel Reis oder Nudeln und ein Dach über dem Kopf für Jedermann!" Wenn China das im jetzigen Jahrhundert erreicht, wird es weiter sein als Afrika, aus dem wir alle scheinbar herstammen.

Die 200 bis 300 Millionen Wanderarbeiter aus den ländlichen Regionen werden nicht in wenigen Jahren zu Computerexperten werden. Aber Fleiß und Disziplin werden sich auszahlen. Probleme wird es erst geben, wenn jedermann tatsächlich den Standard Deutschlands aus den 60ern des letzten Jahrhunderts erreicht. Erinnerst Du Dich an die deutsche 68er-Generation?

Ich glaube, daß China die Herausforderungen eines wirtschaftlichen Wachstums mit wenig Schrammen überstehen kann. Wenn Ihr das kommende Jahrhundert als Eigentum übernehmen wollt, soll es ein asiatisches Jahrhundert sein. Bitte bedenkt: Krieg ist immer nur ein Ersatz für Geduld. Wenn Ihr stärker seid, werdet Ihr auch durch Geduld gewinnen. Bis dahin leckere Baozi und Jaozi und eine hübsche Freundin sowie wohlgeratene Kinder wünscht

Wilfried
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
CaoCao
06-jan-02
So und weiter geht es mit CaoCao Vision! :-)


21.Jahrhundert als Jahre eines »grossen Ausschütteln«: Ineffiziente Kapazitäten in den alten Industrien wurden abgestossen, die Elektronik-, Computer- und Telekommunikationsindustrien dagegen wuchsen weiter rapide. Motoren des Wachstums waren - neben den staatlichen Telekommunikationsuntemehmen China Telecom, China Mobile und Unicom - die privaten Unternehmen und Unternehmen von Universitäten und Forschungsinstituten. Viele der im Jahr 2020 weltbekannten chinesischen Hochtechnologiefirmen waren damals bereits in rapidem Aufstieg begriffen.
Der PC-Hersteller Legend zum Beispiel war Anfang der neunziger Jahre von der Pekinger Akademie der Wissenschaften gegründet worden. Der chinesische PC-Markt war damals fest in den Händen der amerikanischen Computerfirmen IBM, Compaq, Hewlett Packard, die nach China exportierten und in Joint Ventures in China produzierten. Noch 1995 erschien Legend ihnen gegenüber wie David gegenüber Goliath. Doch bis 2000, nur fünf Jahre später, hatte sich die Situation umgekehrt. Nun war Legend der Goliath. Sein Anteil am chinesischen
PC-Markt war mit 26 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der von IBM, Hewlett-Packard und Compaq zusammengenommen. 1m August
2000 ging die Meldung durch die Weltpresse, dass Legend auf dem pazifischen PC-Markt (ohne Japan) IBM als Nummer eins abgelöst hatte.34 Noch erstaunlicher war in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts der Aufstieg der chinesischen Unternehmen für Telekommunikationsausrüstungen. Ich erinnere mich noch deutlich eines Gesprächs
Mitte 1995 - ich war einige Monate zuvor als deutscher Botschafter in Peking angekommen - mit dem Leiter der Telekommunikationsabteilung von Siemens in Peking. Wir sassen (über eine Marktanteilstabelle gebeugt. Es ging um Vermittlungssysteme für die Telefonnetze. China
baute in einen unfassbaren Tempo ein landesweites Netz auf und verlegte zwischen 1990 und 1999 mehr als 120 Millionen Telefonanschlüsse - mehr als doppelt so viele Anschlüsse, wie ganz Deutsch-
land hat. Der technisch anspruchsvollste Teil eines Telefonnetzes sind die Vermittiungssysteme, die Schaltzentralen. China war der weltgrösste Markt für diese hochkomplexen Systeme, grösser als der amerikanische und europäische Markt zusammengenommen. Die sieben grossen Telekommunikationsausrüster der Welt, Siemens, Alcatel, AT&T (heute Lucent), Northern Telecom, Ericsson, NEC und Fujitsu, exportierten nach China und hatten als Joint Ventures grosse Fabriken
in China gegründet. 1995 kamen neunzig Prozent der Vermittlungssysteme aus Importen und vor allem aus der lokalen Produktion in den Joint Ventures. Und dann standen da auf der Marktanteilstabelle noch drei rein chinesische Firmen: Huawei, Zhongxing, Datang. Sie brach-
ten es auf einen Marktanteil von zehn Prozent. Ich fragte meinen Gesprächspartner: »Und was ist mit diesen Firmen ?« Er antwortete: »Ach, die stellen kleine Systeme für Landstädte her, wir können sie
vergessen.« Ich vergass sie also. Doch im Dezember 1998, gegen Ende meiner Botschafterzeit, beugten wir beide uns emeut Über eine Marktanteilliste, und jetzt hatten die drei chinesischen Firmen 39 Prozent
Marktanteil. Ich sagte: »Das können nun aber nicht mehr nur kleine Systeme sein.« Die Antwort: »Ja, die Firmen haben jetzt Weltklasseniveau erreicht.«
Weltkiassenniveau innerhalb von vier Jahren in einer so komplexen Technologie! Das faszinierte mich, und da ich ohnehin nach Shenzhen flog, besuchte ich Huawei. Der Untemehmenschef stellte mir die
Firma vor und analysierte Schwachen und Starken. »Die Siemens- Systeme«, sagte er, »sind noch etwas stabiler, und dann haben wir natürlich keinen intemationalen Namen. Aber die Regierung fordert
uns. Und vor allem: Unsere Entwickler sind genauso gut wie die Entwickler von Siemens, aber sie kosten nur einen Bruchteil.« Er fugte seiner bescheidenen Darstellung noch einen Satz hinzu, der aufblitzen
liess, was Huawei zu seiner erstaunlichen Leistung antrieb: »Die ersten Zeichen der drei chinesischen Hersteller ergeben zusammengenommen das Wort dazhonghua (grosses China) !« 1m Jahre 1999 stieg Huawei mit einem Anteil von dreissig Prozent
zum Marktführer auf - vor Shanghai Bell (Alcatel) und BISC (Siemens). lnzwischen hatte der Kampf um die Vermittlungssysteme für die Mobilfunktelefone begonnen. Wieder dominierten die ausländischen Konzerne: Ericsson, Siemens und Nokia. Der einzige nennenswerte chinesische Anbieter war 1999 Huawei mit einen Anteil von
4,6 Prozent. Wie würde es im Jahre 2003 aussehen und wie 2020? In ähnlicher Weise wie Legend und Huawei eroberten in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die rein chinesischen Produzenten auch in der Unterhaltungselektronik ihren Heimmarkt von den Joint Ventures zurück, die Philips, Sony und Matsushita in China gegründet
hatten. Ende der neunziger Jahre beherrschten die rein chinesischen Firmen über achtzig Prozent des Marktes. Marktführer war Changhong, der grosste Fernsehgerätehersteller der Welt; hinter ihm kamen
Konka, TCL und Panda. In die Weltliga stiegen zu dieser Zeit auch die chinesischen Telekommunikationsgesellschaften auf. China Mobile, von dem einstigen Telefonmonopolisten China Telecom als Tochterfirma an die Hong-
konger Börse gebracht, wurde Ende 2000 die zweitgrösste Mobilfunkgesellschaft der Welt - hinter Vodafone. Seine Marktkapitalisierungen der Hongkonger Börse überstieg im Oktober 2000 die Börsenkapitalisierung von AT&T oder der Deutschen Telekorn. In rapider Entwicklung war ebenso der chinesische Intemetmarkt.
Ende 1999 gab es bereits neun Millionen chinesische Intemetnutzer, bis Ende 2000 war diese Zahl auf zwanzig Millionen angestiegen. Dies ist die Situation zu Beginn unserer Zwanzigjahresperiode
Ende 2000. 1m Jahre 2020 wird der chinesische Markt für Computer, Unterhaltungselektronik, Telekommunikations- und Intemetausrichtungen und für Mobilfunk- und Intemetdienstleistungen der grösste Markt der Welt sein. Die chinesischen Hersteller werden - zum Teil in Joint Ventures vor allem mit amerikanischen Firmen - den Weltmarkt
für Intemetinfrastruktur und Internetgeräte dominieren. Legend wird zu einen Computergiganten und zum grössten Intemetportal der Welt aufgestiegen sein, dessen Marktkapitalisierung an den Börsen die-
jenige von IBM erreicht. Ebenso steht Huawei nun mit an der Spitze der grossten transnationalen Telekommunikationskonzeme des Westens
und Japans. Lauteten im Jahre 2000 die grössten Namen der Konsumelektronik Sony, Panasonic und Philips, so führen nun Changhong und Konka auf dem Weltmarkt für die digitalen, hoch auflösenden
Femsehgeräte, so wie seit längerem schon Haier, Kelon und Kleiner Schwan die Markte der Weissen Ware dominieren. China 2020 besitzt femer eine der fortgeschrittensten Biotechnikindustrien der Welt. In der pharmazeutischen Biotechnik sind die Ame-
rikaner zwar noch weit voraus. In der grünen Biotechnologie, der Anwendung der Gentechnologie auf Pflanzen und Tiere, ist dagegen China führend. 1m fortschrittsoptimistischen China gab es - anders als in Europa und Amerika - keine innenpolitischen Widerstände, hier wurden nicht, wie in Deutschland, gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Versuchsfeldem von radikalen Gegner der Biotechnologie ausgerissen. Und so dominiert China im Jahre 2020 eine der für die Weltemährung entscheidenden Industrien. China 2020 ist schliesslich die zweite Raumfahrtmacht der Welt.
Am 20. November 1999 hatte China sein erstes Raumschiff, dem es den Namen Shenzhou (Göttliches Schiff) gab, mit der Trägerrakete »Langer Marsch« ins All geschossen. Bereits 2002 folgte der erste bemannte Start. Jetzt, im Jahre 2020, ist China dabei, eine Raumstation aufzubauen. Wenn, vielleicht schon Mitte des 21. Jahrhunderts, die lnformationsgesellschaft sich auf den Weg zur Weltraumgesellschaft begibt und Mond und Mars erschliesst und besiedelt, wird China - anders wohl als Europa - dabei sein.
Einen wesentlichen Beitrag zu dem schnellen Aufholen Chinas zur Spitze der Forschung und Entwicklung in der Welt leisteten die aus Amerika zurückkehrenden Forscher aus amerikanischen Entwicklungslabors und die PhD-Absolventen aus amerikanischen Elite-universitäten. Schon vor Beginn des Jahrhunderts waren in China For-
schungslabors entstanden, die den besteingerichteten Labors in Stanford oder am MIT vergleichbar waren. In ihnen arbeiteten aus den USA zurückgekehrte Forscher, die in China Gehalter bezogen, die ihnen einen höheren Lebensstandard erlaubten als in den USA. 1998 hatten Politbüro und Regierung beschlossen, die Entwicklung einer Hochtechnologiewirtschaft mit massiven Investitionen voranzutreiben, um bis 2020 die zweite Hochtechnologiemacht hinter den USA
zu werden; Zhu Rongji hatte sich damals selbst in die Formulierung des Entwurfs eingeschaltet. das Grosschina 2020 hat dieses Ziel erreicht.

Informationstechnik Produktion nach Ländern:

1. USA mit 95,2 Mill. USD veränderung zu 98 = +5%
2. Japan mit 44,1 Mill. USD veränderung zu 98 = +4%
3. Taiwan mit 21,0 Mill. USD veränderung zu 98 = +9%
4. Singapur mit 18,5 Mill. USD veränderung zu 98 = -1%
5. China mit 18,5 Mill. USD veränderung zu 98 = +30 :-) %
6. Grossbritannien mit 15,6 Mill. USD veränderung zu 98 = +1%
7. Irland mit 9,4 Mill. USD veränderung zu 98 = +8%
8. Deutschland mit 9,2 Mill. USD veränderung zu 98 = +4%
9. Südkorea mit 8,9 Mill. USD veränderung zu 98 = +8%

(Bemerkung 77% der Bevölkerung in Singapur sind "ZHONGUOREN" Chinesen)


Gruss Caocao

Noch süsse Träume auf der anderen Seite der Welt, hier hat der Tag schon begonnen.
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Christian
06-jan-02
Liebe CaoCao,
die Textpassagen, die Du in Deinem - lesenwerten - Posting anfuehrst, kommen mir doch ziemlich bekannt vor. Bevor Du das naechste Mal ganze Seiten aus Konrad Seitzs Buechern kopierst, aendere doch vorher die erzaehlende Person ("...ICH??? war einige Monate zuvor als deutscher Botschafter in Peking angekommen..."), damit wir Dich nicht ab sofort als Botschafter a.D. ansprechen. Oder - was noch besser waere - mache die Stellen als Zitate kenntlich, vor allem im Sinne des wahren Autors. Auch das sollte zu den "guten Sitten" in einem Forum gehoeren.
Deine (und Seitzs) Meinung ist ja nur eine der vielen bestehenden Positionen ueber die Zukunft Chinas, wenn auch die fuer alle Chinesen und ihnen freundschaftlich Verbundenen die interessanteste.
Erinnert sei hier aber auch an den lesenswerten Aufsatz von Gerald Segal "Does China matter", Foreign Affairs September/October 1999 Issue, nachzulesen z.B. unter http://dspace.dial.pipex.com/gsegal/fasep99.htm oder das Buch Coming Collapse of China von Gordon G. Chang, die beide eine deutlich kritischere Haltung zu dem Thema haben.
Ansonsten noch ein schoenes Wochenende
Christian
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Johann
07-jan-02
Hallo CaoCao,
Ich möchte deinen Beitrag hier nicht Abwerten,der auch wirk-
lich Beeindruckend ist.Aber ein nicht ganz geringer Bereich Chinas die Landbevölkerung Bestellt ihre Felder mit Wasser-
büffel und haben Ochsenkarren mit Holzräder.Das ist nie und nimmer Deutschland in den sechzigern sondern eher in den zwanzigern.
Es ist auch nicht schwer bei diesen rießige Land mit der Bevöl-
kerungszahl,bei den Produktionen schnell die Nr. 1 in der Welt
zu werden.Nur viele der Konsumgüter können sich die meisten
noch gar nicht leisten,daraus folgt:Export in den Ausland.
Das Funktioniert nur bis zu einen Gewissen Teil,zum einen
wird sich der Westen seine Märkte sichern wollen,und zum
anderen wenn es der übrigen Welt Wirtschaftlich nicht zum
besten steht,wer soll dann die Produktemenge die Hergestellt
wird Kaufen ?.....China geht es immer auch nur so gut wie es
uns allen gut geht.
China wird Wachsen,das ist sicher,momentan auch schneller
als der Rest der Welt,weil es auch noch an eine Menge von Einfachen Grundgüter fehlt.
Ich glaube weniger an ein alles ein Beherrschenden Handels- perium,das nur ein Land,oder Kontinent inne hat.Eher an eine Handelsmacht Verteilung von Asien,Europa und Amerika zu-
sammen.Die Ökologische(Umwelt) Probleme die viele der Tigerstaaten haben sind hier nicht einmal ehrwähnt.
In einen Punkt Stimme ich auf jedenfall zu.China so wie viele
andere Asiatische Staaten haben das Bedürfnis und das Recht
am Wohlstand in der Welt Teil zu nehmen.
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
max
08-jan-02
lieber caocao,

das ist ja alles einigermassen schoen und gut kopiert (du musst chinese sein!).
hast du dazu auch noch ein paar eigene gedanken, die deinem hirn und nicht fremder feder entsprungen sind?
das waere doch mal was!
gruss
max
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
CaoCao
08-jan-02
Tatsachen sprechen mehr als Worte!
Was soll ich dem Max meine Meinung schreiben, wenn das meine Meinung ist! Japaner haben vor 30 Jahren auch kopiert, na ja nur haben sie das ganze Schlussendlich verfeinert und verbessert "Siehe Resultate der Japaner es lässt sich sehen!"

Ich weiss ihr denkt in China nicht möglich, ich finde das gut wenn ihr das denkt!

Na ja jetzt kommt noch die Japan Krise und die Asienkrise, gut das sie gekommen!

Wenn China den CNY anno dazumal abgewertet hätte, dann wäre es noch viel schlimmer gekommen! Aber das hat man dem Amerikaner zu liebe nicht gemacht.

Wie dem auch sei ich lebe in der dritt ärmsten Provinz Chinas!
Aber ich weiss...

"Aber ein nicht ganz geringer Bereich Chinas die Landbevölkerung Bestellt ihre Felder mit Wasserbüffel und haben Ochsenkarren mit Holzräder.Das ist nie und nimmer Deutschland in den sechzigern sondern eher in den zwanzigern."


Träumt weiter mir gefällt das!
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Johann
08-jan-02
Lieber CaoCao,
ich denke das wir alle das Thema fair behandeln.Wenn China
sich besser Entwickelt als unsere Erwartungen sind,dann umso
mehr freut es uns.Ein Wirtschaftlich starkes China ist auch für
uns alle Wichtig,zum einen weil einige noch länger dort Arbei-
ten wollen,und zum anderen weil es auch Stabilität in den
Asiatischen Raum schafft.
CaoCao wahrst du schon mal in Europa ?
Fahr einmal quer durch Deutschland oder ein anderes West
Europäisches Land.Auch abseits der Großstädte.Schau dir unsere Sozialsysteme an,unsern Lebensstandart unsere
Medizinische Versorgung(im grundegenommen geht uns so
gut das es einige nicht mehr zu schätzen Wissen).
Die Besagten Ochsenkarren habe ich nicht in ein weit Entfern-
tes Gebiet gesehen,sondern nur 15 km außerhalb Peking.Das
Bild das es sich mir bot,hat sich auch später in Landesinnern
nicht viel geändert.Es tut mir leid,aber das sind meine ersten
Reiseeindrücke von diesen Wunderschönen Land.
Wenn du glaubst das wir nur Träumen,dann tust du uns
Unrecht.
Ich hoffe trotzdem das deine Visionen,die du mit deinen Augen
siehst in Erfühlung gehen.Weil es dann auch für unseren Markt
in Europa immense Chancen bietet sich zu Entwickeln.

Gruß,
Johann
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
max
09-jan-02
lieber caocao,

in den, von dir zitierten Artikeln, handelt es sich groessten teils nicht um tatsachen, sondern um annahmen (vgl. bspws. "...bereits 2002 folgte der erste bemannte start...", das wird vermutlich dieses jahr nichts mehr). und wenn das deine meinung darstellt, dann hast du dich der wohlwollenden prognose eines laowai angeschlossen. das ist mit sicherheit nicht verwerflich, es ueberrascht mich jedoch, dass gerade du, der sonst sehr gerne nationale kapriolen schlaegt, kritiklos die worte eines waiguo shushu annimmst .

ich teile mit dir deine positiven hoffnungen fuer die zukunft deines landes, sowohl aus privaten als auch geschaeftichen gruenden.

ich teile jedoch nicht deine euphorie und die damit verbundene ueberheblichkeit (vgl. bspws. "...traeumt weiter, mir gefaellt das..."). erinnert mich ein wenig an minderwertigkeitsgefuehl und revanchismus. unangenehme begleiterscheinungen, die auch oefters bei deinen mitbuergern zu beobachten sind. eigentlich habt ihr das doch nicht mehr noetig.
gruss
max
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
CaoCao
09-jan-02
Mein lieber Max,

ich hab überhaupt keine Minderwertigkeitskomplexe,
Nein im Gegenteil :-(! Hat man das wenn man als Ausländer chinesisch kann wie du anscheinend ;-) oder wie ich Deutsch :-)?

Revanchistisch bin ich auch nicht schon gar nicht pessimitisch!
Ich bin ein OPTIMIST durch und durch, vielleicht zu sehr :-)
Der Weiguo Shushu wie du ihn nennst hat legentlich Fakten zusammengetragen und aufgeschrieben.

(vgl. bspws. "...traeumt weiter, mir gefaellt das...")

Eine schlafende noch besser träumende... Konkurrenz ist eine gute Konkurrenz. Wenn man dann ja aufwacht, kann man sagen
Sanshiliuji zou wei shang ji :-)

Gruss oder wie Hans Zucker immer sagt " Munter bleiben!"

CAOCAO
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
Johann
09-jan-02
CaoCao,
du bist auch ein Träumer.
Wer seine Werte kennt,muß Sie nicht zu Schau tragen.
Und muß sich auch nicht Verteidigen,weil seine Aussagen und
sein Handeln,für Angriffe keine Spielräume offen lassen.Es sei den,die Kritik ist nicht ganz Unbegründet.
Und außerdem sehe ich China viel lieber als Handelspartner,
als eine Kokurrenz.
Und CaoCao unterschätze nicht Europa oder Amerika,wir haben 50 Jahre Erfahrung wie man Wirtschaftlich wachst.
Ich hoffe für China das ihr unseren Lebensstandard undzwar
für viele (nicht nur für eine minderheit) es schneller Erreichen könnt.Was China bereits Geleistet hat ist Beachtlich,wir werden es alle Gespannt weiter Beobachten.

Gruß,
Johann
 
 
aw: CaoCao's Vision   guter beitrag schlechter beitrag
max
10-jan-02
lieber caocao, du alter optimist,

uebersetzung zu deinem letzten beitrag: Sanshiliuji zou wei shang ji (36 strategien - die beste davon ist abzuhauen)

in der juengeren geschichte ist ein land zu beginn des letzten jahrhunderts zaghaft aufgewacht, nach dreihundert jahren internen wegdaemmern.
das war nun mal dein land, eben china.
und bis ihr mal richtig zu euch gekommen seid, war auch schon wieder fast das ganze jahrhundert rum. jetzt stehen wir in einem neuen jahrtausend und china leidet immer noch unter den versaeumnissen des letzten.
was macht dich glauben, das wir, sprich deutschland und/oder europa und/oder der westen, diesen fehler wiederholen? was gibt dir die sicherheit, dass wir schlafen/traeumen? mach doch mal 'ne erklaerung.
lieber gruss
max

P.S.: ...und der weiguo shushu hat zum groessten teil keine fakten zusammen getragen, er hat vermutungen ueber eine moegliche zukunft angestellt.
 
 
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