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aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
harald j
06-feb-06
@rosenkreuz

Was qualifiziert dich den?


:o)==================================
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
@ Mei Guanxi

Ich gehe davon aus, dass Du weisst wie das Buch uebersetzt wird. Ich hatte nur das Gefuehl Du hast ein Problem mit dem Wort Kultur. (Stichwort Kompost bzw deutsche Romantik) Ich entschuldige mich fuer meine "Belehrungen".

Respekt, dass Du Samuel Huntington persoenlich kennst.

@ Humphrey und Franky

Tolle Beitraege, Danke.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
mei guanxi
06-feb-06
Die Bedeutung im Englischen und Deutschen ist in der Tat umgekehrt. Civilisation = Kultur. Zivilisation = Culture.

Bei Huntington spielt da eine Menge Theorie hinein in Sachen Modernisierung und vergleichende Politikwissenschaft. Unter dem Strich kommt dann 1 nicht gleich 1 raus. Das läßt sich ja auf praktischer Ebene dann immer gut Anwenden. Was Huntington wirklich meint kann man in einem andern Artikel von ihm Lesen der ziemlich zeitnah veröffentlicht wurde: The erosion of national interest.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
@ Meiguanxi

Danke fuer den Tip. Weisst Du woher ich den Artikel bekommen kann?
Ich habe leider nur Zugang zu EBSCO und da wird er nicht dabei sein.

Vielen Dank
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
BelaBee
06-feb-06
Huh. Da wird also Huntington aus dem Regal gefischt, weil ein dänisches Käseblatt Geister gerufen hat, die es nun nicht wieder loswird. Ich habe Huntingtons Buch immer für unnötig gehalten: Es handelt sich um keine Analyse, sondern orakelt munter drauflos. Der Identitätsbegriff, mit dem Huntington arbeitet ist so undifferenziert, wie weich. Deshalb kann ich meiguanxis Einwurf vom Komposthaufen gut verstehen. Identitäten werden konstruiert und Huntington konstruiert heiter mit. Das Ergebnis könnte ebenso von den Strategen im Weißen Haus verfasst worden sein und ist so uramerikanisch, dass ich bei der Lektüre manchmal das Gefühl hatte, ich lese die Speisekarte von McDonalds in irgendeiner texanischen Vorstadt und nicht das Werk eines Eaton-Professors. Diese simplifizierte Aufteilung in böse Welt und gute Welt, die unterm Strich dabei herauskommt, ist sicherlich nicht geeignet, hochemotionale Reaktionen wie die jüngsten Ereignisse erklären zu können.
Vollkommen unklar ist nach wie vor, auf welcher Basis Huntington die Trennungslinie zwischen einzelnen "Zivilisationen" überhaupt setzt. Ich habe ihn immer so verstanden, dass er einem holistischen Weltbild anhängt. Das er dabei einerseits einen Vorschlag zur Durchsetzung westlicher Interessen als REAKTION auf die von ihm beschriebene Entwicklung in Richtung eines "clashs" macht, auf der anderen Seite aber nicht darauf eingeht, inwieweit diese Konstruktion eines Westens auch als AKTION verstanden werden könnte, finde ich merkwürdig.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
@ BelaBee

Ich hab den ganzen Tag schon auf Deinen Beitrag gewartet. ;-)

Ok, nehmen wir mal an, dass die These vom Kampf der Kulturen Mist ist. (Siehe Komposthaufen) Dennoch praegt sie doch das Denken zumindest einiger Beteiligter in diesem Koflikt. Kann man vielleicht auch von einer self fullfilling prophecy sprechen? Anders: Das Denken in dem Kampf der Kulturen Schema laesst diesen erst moeglich werden.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
gross
06-feb-06
Es ist kein Kampf der Kulturen sondern ein Kampf der Zeiten.

Mittelalter gegen Gegenwart. Der ganze Mittlere Osten ist im Mittelalter steckengeblieben. Gegenwartswerte wie z.B. "Toleranz" sind diesen Leuten total fremd. Es wird auch nichts hinterfragt und es fehlt an der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Welt.

Muslims sind fuer mich das letzte.

(Ich nehme mal die aus die ich als 'normal' kennengelernt hab und gehe auch davon aus das die 'normalos' ueberwiegen. Nur leider scheinen diese wenig Gewicht zu haben)
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
06-feb-06
@gross

?der erste Teil Deines postings machte mich neugierig, um mich dann umso mehr gen Ende erschaudern zu lassen.

?Muslims sind fuer mich das letzte.?

?und DAS auch noch mit dem Satz vorweg: ?Es wird auch nichts hinterfragt und es fehlt an der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Welt.? !!!

Waere dieser Satz nicht gewesen haette man es noch fuer ein Beispeiel der ?90 %-Tiefflieger-postings? hier halten koennen ? aber so ?!

Es kommt eben NICHT auf die ?Normalos? an, sonder diejenigen die sich erklaeren, dann etwas erklaeren und etwas Verbindenes schaffen koennen - was auch SIE ihre eigenen Bindungen ueberwinden helfen koennte. Und damit die ?Normalos? begeistern koennen (negativ formuliert: ?in Schach halten koennen?).

Das koennen Dinge wie Liebe, Freundschaft etc. sein. Oder auch eine Zigarette, die man sich anbietet? Oder einfach auch ?ich mag? Dich?, obschon ?ich Dein rotzen auf die Strasse einfach eklig finde/Dein vollgerotztes Taschentuch inner Hose widerlich finde?.

Verstehe es nicht, das wir hier in unserer Situation nicht auch einfach ein wenig stolz sein wollen konkret etwas taeglich zum Guten beitragen zu koennen !

?habt Ihr eigentlich keine Ahnung (Abgesehen vom akademischen Interesse) WAS auf dem Spiel steht ? Wenn der schlimmste Fall passieren wuerde, wuerde wir in der Rueckschau noch von friedlichen Zeiten ? damals, Anfang 2006 - sprechen.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
gross
06-feb-06
kleiner Prinz
Ich sehe es nunmal so. Muslims sind fuer mich ein haufen intolleranter Irre die man man ja zum zum Glueck weggesperrt hat. Bedeutet, die in Laendern sind wo ich nicht bin.

Um nun auf China zu kommen, der chinesische Muslim (die Religion mit der hoechsten Zuwachsrate in China) is ja durchaus moderat und ich zaehle die nicht zu den Fanatikern.

China wird auch nichts tun weil China genug anderer Probleme hat. Im Fall von Iran sehe ich China eher auf der Seite vom Iran. Das ist auch OK, warum sollte Iran keine Atomwaffen haben? USA hat doch auch welche?
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
06-feb-06
"Das ist auch OK, warum sollte Iran keine Atomwaffen haben? USA hat doch auch welche?"

Weil Iran unberechenbar ist und die USA nicht. Desweiteren hat die USA weitaus mehr Erfahrung mit dem Umgang und Handlung der A-Bombe, sowohl technisch als auch politisch, als der Iran. Und China wird wohl auch kein Interesse daran haben wollen, dass der Iran welche besitzt und damit drohen kann (oder auch einsetzen kann).
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
BelaBee
06-feb-06
>>>Dennoch praegt sie doch das Denken zumindest einiger Beteiligter in diesem Koflikt. Kann man vielleicht auch von einer self fullfilling prophecy sprechen? Anders: Das Denken in dem Kampf der Kulturen Schema laesst diesen erst moeglich werden.<<<

Ich denke, damit bringst Du es auf den Punkt. Huntington bleibt bei einer westfälischen Weltdefinition stecken, nur tauscht er "Nationen" mit einem ominösen "civilization" bzw. "Kulturbegriff" aus, dazu noch eine Prise Glokalisierung, Angst um eigene Pfründe und fertig ist das neue Feindbild. Seine Ausführungen bieten keine Auswege, sondern nur Wege in die Krise. Gleichzeitig liefert er die grundlegenden Argumentationen für Kriegspaukenschläger.
Huntingtons im Bodensatz der Bevölkerung denken vermutlich so wie gross.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
mei guanxi
07-feb-06
Here we go: http://www.mtholyoke.edu/acad/intrel/hunting3.htm


Summary von Foreign Affairs.
A nation's interests derive from its identity. But without an enemy to define itself against, America's identity has disintegrated. This breakdown intensified with the rise of multiculturalism and the ebbing of assimilation. Lacking a national identity, America has been pursuing commercial or ethnic interests as its foreign policy. Instead of putting American resources toward these sub-national uses, the United States should scale back its involvement in the world until a threat reinvigorates our national purpose.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
mei guanxi
07-feb-06
Das Problem mit den A-Waffen liegt ja darin, das es eine Kettenreaktion gäbe. Danach wären die Nachbarstaaten dran. Ansonsten würde de Iran ja die Region dominieren. Da hätte nicht nur die USA kein Interesse dran sondern auch China nicht. Die USA ist ja selbst garnicht bedroht durch ein Iranisches Atomwaffenprogramm. Allenfalls US Stützpunkte in D-Land.

Ich habe mir die Karrikaturen mal angeschaut. Die sind einfach nur vulgär provokativ. Es gab nur eine die annähern lustig war. Die anderen waren wirklich auf Angriff gemünzt.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
07-feb-06
@ Mei Guanxi

Vielen Dank

Inwiefern denkst Du, dass China kein Interesse am iranischen Atomwaffenprogramm hat?

Wegen der Destabilisierung der Region mit den dementsprechenden Auswirkungen auf die Oelversorgung und damit den Oelpreis?

Oder koennen die iranischen Raketen zumindest theoretisch treffen. Bzw liegt China dann innerhalb der Reichweite iranischer A Waffen?
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
mei guanxi
07-feb-06
Nein sie hätten kein strategisches Interesse da China einen Großteil seines Öls aus der Region bezieht. Zwar hat China weiter diversifiziert als die USA, aber die Region ist immer noch von Bedeutung.
China legt sehr viel Wert aud sogenannte Energie Sicherheit.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
07-feb-06
"China legt sehr viel Wert aud sogenannte Energie Sicherheit."

Und diese Sicherheit ist nicht gegeben wenn die extremistische Regierung Irans anfaengt mit Atomwaffen zu drohen und gegen Israel in den Krieg zieht. Einer wirft die A-Bombe und der andere vergeltet es mit desgleichen. Darueber hinaus werden etliche andere Laender mit in den heissen Konflikt hineingezogen. Angefangen mit USA und Syrien bzw. auch Lybien, dann Aegypten Jordanien (Solidaritaet mit den islamischen Bruedern), dann Saudi-Arabien (und uebrige islamisch dominierte Laender), Europa und Australien bis zum richtigen weltweiten !!!Clash!!!. So unabhaengig ist China dann nun auch wieder nicht, dass es China kalt laesst.
 
 
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(thread closed)

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