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aw: die chinesen   guter beitrag schlechter beitrag
mitleser
03-jul-07
>Die neue Ayi putzt die tags zuvor geputzten Fenster und verschmiert alles.

Gutes Beispiel vom hirnlosen arbeiten! Es wird nur so getan als man putzt. Das Ziel ist das putzen selber, und nicht die Sauberkeit. Chinesen arbeiten eigentlich nicht zielorientiert sondern nur Prozedurorientiert.

>Fangen demnaechst 2 bei Dir an?

Ich suchg gerade niemanden, kommt aber wieder. Gute Leute in China zu finden ist wirklich enborm schwierig - aber nicht unmoeglich.

PS: wuerde mein Maedel nach doppelten Gehalt fragen wuerde ich's ihr geben. Verstehe es so: Es gibt Chinesen fuer 1500 die sind viel zu teuer, und es gibt Chinesen fuer 15000 die sind spottbillig.
 
 
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PaulundPaula (Gast)
03-jul-07
Ich frage mich, was man tun kann, um selbst erzogene Leute nicht zu verlieren. Geld allein ist es nicht, Arbeitklima ist es auch nicht. Naja, war heute wieder hart mit den 2 Leuten. Ist aber auch nicht meine eigene Firma :-(. Genug gejammert, morgen gibts wieder gute Neuigkeiten.
 
 
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Angelika
04-jul-07
ist eine Kombination aus fast allem:
* Gehalt
* Arbeitsklima
* Aufstiegsmoeglichkeiten/Karriereplanung
* Ansehen der Firma (scheint bei Berufseinsteigern eher wichtig zu sein)
* Arbeitsort
* allgemeine Neuorientierung (Scheidung, Umzug, etc)
Wir haben bereits gute Leute aufgrund dieser Punkte verloren. Ich denke, dass "die Chinesen" da genauso motiviert sind zu bleiben oder zu gehen wie wir. Nur: in China gibts so viele offene Stellen, dass die Hemmschwelle, bei einer Firma zu kuendigen, viel niedriger liegt, als in Deutschland.
 
 
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mitleser
04-jul-07
>Geld allein ist es nicht,

Geld ist ein enorm wichtiger Faktor. Ein anderer ist Prestige. Siemens gibt nunmal mehr her als PaulundPaula's Bauchladen.

>um selbst erzogene Leute...

Du zahlst fuer das Wissen was die haben. Das du selber das Wissen gelehrt hast ist irrelevant. Du musst dafuer zahlen, wenn nicht dann tut's jemand anderes...

>Naja, war heute wieder hart mit den 2 Leuten.

Das ist Gift fuer die Firma. Mach das nur mit Leute die du nicht brauchst. Ansonsten gehen die Guten, und der Muell bleibt in der Firma fuer immer kleben.
 
 
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PaulundPaula (Gast)
04-jul-07
Na gut, insgesamt haben wir 300 Leute (70% Ingenieure), aber trotzdem kann ich mich nicht dran gewoehnen. Ist aber wohl eher mein persoenliches Problem als das der Firma. Bei mir ist ein Wechsel aber auch schon mehr als ueberfaellig, mit 7 Jahren dieselbe Firma bin ich wohl fast eine "alte Jungfer" auf dem Arbeitsmarkt. O.k. werde mich also mal weniger im Forum rumtreiben. Obwohl hier locker was rumtippen einfacher ist, als stundenlang an Bewerbungen zu feilen. Ist aber interessant, wie viele dt. Firmen es hier gibt- ich bin ja mit den "gegangenen" noch z.T. in Kontakt und sie haben sich meist wieder dt. oder zumindest europ. Firmen ausgesucht.
 
 
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Aventurin (Gast)
04-jul-07
@Schrauber,

mein Humor war alles, was ich noch hatte, als ich hierher kam.
Mich 6 Jahre lang von umgebetten Hirnies auf der ARGE herunterqualifizieren zu lassen war genug. Anfang Maerz bekam ich dann das Angebot hier einen Job anzutreten, der meinen Qualifikationen als Mess- und Regeltechnikerin entsprach. Ich habe eine Weile gebraucht, um mir darueber klar zu werden, ob ich vor der beruflichen Perspektivlosigkeit in Deutschland wegrennen will, oder ob ich einfach einen Neustart wage.

Die Entscheidung, ob ich hierbleibe oder nicht, haengt davon ab, ob ich hier noch einmal so angemacht werde, wie vor 3 Wochen. Nichtasiaten sind nun mal auffaellig und ich als uebergrosse Frau erst recht. Ausserdem wohne ich in einer Gegend von Pudong, in der es ausser meinem Chef und einem deutschen Kollegen keine weiteren Nichtasiaten gibt. Ich bin in eine Clique geraten, aus der sich einer hervortun und mir mal eben in den Schritt fassen "musste". Leider war er in Anatomie nicht so bewandert und hat mir voll in den Unterleib gehauen. Ist mir in 54 Jahren noch nie in der Art passiert. Die Gaffer, das Lachen, die Teilnahmslosigkeit, der zusammengelaufenen Leute, hat mich dermassen gedemuetigt, dass ich sofort wieder nach Deutschland wollte. "Dieses Dreckspack", dachte ich nur.

Zum ersten Mal hat mir auch mein Humor nicht weitergeholfen.
Nach so kurzer Zeit wollte ich aber noch nicht aufgeben. Ich sehe es als Ausrutscher eines Prolls - zur falschen Zeit am falschen Ort eben. Das naechste mal gibt es auf die Muetze und wenn ich in “Mongolien” im Erdloch ende.

In meinem Kietz fuehle ich mich nach der kurzen Zeit anerkannt, auch wenn ich die Sprache ueberhaupt noch nicht kann. Der "Langnasen-Fan-Club" empfaengt mich in meinem "Zombie-Market" und hat immer irgend einen Schnack drauf. Der Markt heisst eigentlich Lianhua aber die Angestellten haben den Charme von Zombies. Die Zeichensprache koennen wir bestens, denn ich werde gewarnt, wenn ich wieder eine abgelaufene Milch erwischt habe, oder weiss immer wer seine Ansprueche an den leeren Kanister stellt ;-)
Natuerlich ist mein Gedanke einen Neuanfang gewagt zu haben, nicht mehr haltbar. Was hier auf mich zukommt, weiss ich nicht, aber was in Deutschland wieder auf mich zukommt dafuer um so genauer. Ende Januar, naechsten Jahres, ziehen wir in die neue Fabrik nach Jinxie. Ich schaue mir das Dorfchen demnaechst an und werde dann entscheiden, ob ich mir vorstellen kann meinen beruflichen Lebensabend dort verbringen zu koennen.
 
 
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yanzhongde (Gast)
04-jul-07
@ aventurin

Willkommen in China. Ohne dabei gewesen zu sein, vermute ich, daß Ihre Bewertung des Vorfalls richtig ist. Ein derartiger Vorfall ist die Ausnahme, insbesondere in Pudong. Ihr Neuanfang in China verdient Respekt und Sie bringen die richtige Einstellung mit, um hier klarzukommen. Es wird nicht leicht sein, aber es wird auch nie langweilig sein. Und nebenbei verdient man ein wenig Geld. Und nach und nach sollte es auch gelingen, nicht nur beruflich zu funktionieren, sondern auch das Leben ein wenig zu genießen.
MfG YZD
 
 
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Aventurin (Gast)
04-jul-07
@PaulundPaula,
wegen dem dicken Fell.Empfinde ich gar nicht so. Ich war eher verwundert, als sich das Angebot fuer den Job bekam, was QM ueberhaupt in China zu suchen hat :-)

Ich arbeite in einer kleinen Deutsch/Chinesischen Firma, die HiFi-Geraete der oberen Preisklasse auf ODM/OEM Basis entwickelt.
Wir haben hier nicht das bescheuerte QS System mit ISO-schiessmichtotformularen.
Hier geht es um einfachere Dinge, die xmal wirksamer sind.
Hier fehlt nur etwas Feinschliff. Der Chinese geht Problemen halt gerne aus dem Weg und unser Techniker "verbummelt" schon mal einen Prototypen, wenn es ihm zu muehselig ist, den Fehler zu finden. Hier ist nichts weiter zu tun, als ihm und auch denen in der Produktion die Wichtigkeit zu verdeutlichen, dass wir es doch alle leichter haben wollen. Das klappt wunderbar und entspricht dochder chinesischen Seele.
Da ich nicht zu den Menschen gehoere, die Anweisungen geben ohne einen Schimmer zu haben, sondern ihnen auch handwerklich vormachen kann, warum was warum so oder so gemacht besser ist, akzeptieren mich die ca. 35 MitarbeiterInnen ohne Vorbehalt. Ich verhalte mich nicht wie eine Vorgesetzte, sondern mehr wie eine Kollegin mit Einfluss beim Chef.
Oder Arbeitsschutz. Es hat nur ein einziger Comic an der Standbohrmaschine genuegt, damit sie sich eine Schutzbrille aufsetzen. Wenn ich eine ohne Brille bohren sehe, tippe ich im Vorbeigehen nur auf den Comic. Vielleicht lasse ich jeden, der ohne Brille bohrt auch mal mit zugebundenen Augen und einem Stock einen kleinen Parcour ablaufen, damit sie sehen, wie es ohne Augenlicht ist ;-)
Neulich bittet mich mein Chef, den Leuten doch mal zu zeigen, wie man fuer die Deckenventilatoren Kabel an die Decke nagelt. "Wie bitte?" Na klar - Anna trabt los und sieht die beiden Messmitarbeiterinnen im Schweisse ihrer Fuesse vor ihren eigenen, mitgebrachten Pustefixen ihre Arbeit tun.
Keiner von den Leuten da, also klettere ich die 5 m Leiter hoch und vergesse doch glatt, dass Waerme immer nach oben steigt. Jedesmal wenn ich fast atemlos die Leiter runter kam, hielten mir die beiden Messspitzendomteusen ihre Pustefixe vor den Koerper, damit ich mich mal kuerz abkuehlen kann. Ich habe noch so gedacht, ob das in Deutschland ueberhaupt einen gekuemmert haette und ueberhaupt - so ruecksichtslos sind die Chinesen doch gar nicht. Die Mitarbeiterinnen sind ausgesprochen dankbar, wenn man ihnen Dinge beibringt, die sie dann gut machen und man sich zufrieden ueber ihre Arbeit auessert. Das ist doch in DE nicht anders.
 
 
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Garmin
04-jul-07
>>Da ich nicht zu den Menschen gehoere, die Anweisungen geben ohne einen Schimmer zu haben, sondern ihnen auch handwerklich vormachen kann, warum was warum so oder so gemacht besser ist, akzeptieren mich die ca. 35 MitarbeiterInnen ohne Vorbehalt.<<

Sind sie sich da sicher nach 1 Monat. Natürlich zeigen die Chinesen Ihnen gegenüber nicht was sie denken, warten sie mal ab was sie so untereinand reden.
 
 
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Schrauber
04-jul-07
@ Aventurin, Hut ab!!!

Es ist für mich schon immer ein kleines Problem gewesen, Dinge aus den Augen anderer Menschen zu sehen und zu verstehen, daß es 99999 Millionen verschieden Gründe für nur eine Handlung geben kann. Sicher ist jeder Mensch anders und hat andere Beweggründe für sein Agieren, ich bin mir auch sicher, daß es vielen Menschen ähnlich oder genau so geht wie mir. Ich bin noch kein altes Eisen aber wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich schon wie eines. Der einst volle Tank läuft mittlerweile nur noch auf Reserve und selbst Urlaub würde da auch nicht viel bringen. Ich bin (wenn man so will) ein verschlissenes Teil was man austauschen müßte.
Der Verschleiß kam aber nicht durch zu viele Betriebsstunden, vielmehr kam er durch ein unmögliches Zusammenspiel einzelner Komponenten und wie es eben so ist, in jeder Maschine oder Mechanik geht das schwächste Glied zuerst kaputt, in meinem Fall sind eben die anderen Komponenten stabiler, robuster, einfacher gefertigt gewesen, nicht besser oder schlechter aber eben geeigneter für ihr System. So geht es mir eben mit meinen chinesischen Mitmenschen, die sind für ihr System klassifiziert, diese Mechanik ist robuster, da hat ein filigranes Teil wie ich nichts verloren ( noch nicht!!!).

Wie gesagt, am Anfang ist es für mich auch noch cool gewesen und ich hatte wirklich viel zu lachen aber mit der Zeit vergeht dieses Lachen und man
stumpft regelrecht ab, man höhlt irgendwie aus und lebt in so einer Art des Hoffens, Abwartens und einer gewissen Gleichgültigkeit, die aber auch sofort in Aggression umschlagen kann. Die Zeit, etwas verändern zu wollen ist schon lange vorbei.
Die Zeit, dass ich, ich selbst gewesen bin" leider auch.

Wollte es einfach mal gesagt haben.

Viele Grüße,
Euer Schrauber
 
 
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Aventurin (Gast)
04-jul-07
> Sind sie sich da sicher nach 1 Monat. Natürlich zeigen die Chinesen Ihnen
> gegenüber nicht was sie denken, warten sie mal ab was sie so untereinand reden.

Ist das irgendwo auf diesem Planeten anders?

Die MitarbeiterInnen haben nur den Vorteil, dass sie jetzt in meiner Gegenwart ueber mich reden koennen, weil sie wissen, dass ich nichts verstehe :-)
Machen sie ja auch. Erst gestern hoerte ich meinen Namen andauernd und sie liefen zusammen - Anna hat naemlich endlich den Stolperdraht vom ESD ordentlich verlegt, nachdem ich und andere sich beinahe auf den Hintern gesetzt haben. Sollte ich in den paar Wochen die dankbaren Blicke und kleinen Zuwendungen in Trink- Keks- oder Essenmarkenform etwa falsch verstanden haben? Kann natuerlich alles sein, aber bis zum Beweis des Gegenteils erhalte ich mir meine kleine, heile Welt ;-)
 
 
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PaulundPaula (Gast)
04-jul-07
@Schrauber
Nana, das ist ja ein Fall fuer das weisse Kettenspray! Habe mich aber in D auch so gefuehlt, alles war so vorgezeichnet Projektleiter-Abteilungsleiter und hoeher dann nur mit Golfkenntnissen oder adligen Vorfahren. Rate Dir zu einem Landwechsel und Du wirst Dich ganz neu entdecken.

Wenn man mit einer Enduro nur Strasse faehrt, wird man auch meckern, warum der Schwerpunkt so hoch ist, die Kurvenlage so besch... und ueberhaupt das Reifenprofil ungeeignet. Und wenn Du dann erst im Gelaende bist, fragst Du Dich, warum Du Dich auf der STrasse so abgequaelt hast. Dass die anderen, die sich auf der STrasse wohlfuehlen, auch eine Strassenmaschine fahren, uebersieht man leicht, weil man sich ja selbst immer fragt- warum koennen die und ich nicht?
 
 
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Schrauber
04-jul-07
@Paul&Paula

Guter Vergleich!!! in meinem Fall fühle ich mich aber mehr als würde ich eine Anteprima MV F4 Superbike durch den Acker und im Gelände fahren, der Unterschied ist, daß die Enduro in beiden Bereichen fahren kann, was man umgekehrt nicht wirklich behaupten kann.
Naja, bin ja nur noch ein paar Monate da ;-)

Euer Schrauber
 
 
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Savonarola
04-jul-07
Schrauber,

hoert sich nach einem ausgewachsenen "Burn Out" an.

Savonarola
 
 
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PaulundPaula (Gast)
04-jul-07
He Anteprima MV F4, immerhin bist Du schon eine beeindruckende Weile uebers Gelaende gefegt (wahrscheinlich nicht mit der Dir eigenen Geschwindigkeit, aber immerhin). Insofern, Sparflamme, Teile schonen, spaeter auf der Strasse richtig putzen und ab gehts wieder mit vmax :-).
Jetzt heisst es die restlichen Monate ueberlegen, welches Land die best asphaltiertesten Strassen hat. Und schon waehrend der Vorbereitung wirds Dir besser gehen, Du fuehlst Dich dann nicht mehr so deplaciert, weil Du ja weisst, wo es Dir besser gehen wird und das es so einen Platz gibt.

Waere ja schlimm, wenn sich jeder ueberall auf der Welt wohlfuehlen wuerde, dann wuerde ja eine wichtige Antriebskraft zur Weiterentwicklung fehlen!
 
 
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Frieder Demmer
04-jul-07
@PaulundPaula + Schrauber:

Wirklich schönes Bild :-), weil es passend erfasst, dass Menschen (wie auch Führungs und Managementsysteme) immer in bestimmten Umfeldern ihre Stärken haben: Der/die(das Beste in Deutschland muss eben nicht der/die/das Beste in China sein - und umgekehrt. Qualität ist immer relativ.

@guomindang:
Nicht der "Sozialismus" hat in China Menschen umgebracht, sondern das waren (wie immer!) andere Menschen und die Entscheidungen dieser anderen Menschen. Die haben absurder Weise behauptet, das sei Sozialismus, was sie da taten.

Sozialismus als solcher bleibt genau deswegen akademisches Grundhandwerkszeug, damit die Menschen erkennen, was Sozialismus/Kommunismus ist, und was nur Sozialismus/Kommunismus genannt wird, in Wirklichkeit aber platt machtorientierte Oligarchie ist.

Es gibt kaum ein Konstrukt das sich nachhaltiger immer wieder als richtig erweist, als das des historischen Materialismus. Die realexistierenden Sozialistischen Systeme sind - wo sie gescheitert sind - vorrangig an der Ignoranz dieses Konzeptes gescheitert - und an ihrer Erziehungsgläubigkeit, bzw. dem Glauben, dass sich Erziehung außerhalb der materialistischen Rahmenbedingungen abspielen könnte.

Wenn man eines aus den letzten 150 Jahren kernen kann, dann, dass ein echter Sozialismus im Kern demokratisch sein muss, sonst verkommt er eben zur Oligarchie, und dass Marktwirtschaft immer eine soziale Komponente braucht, sonst entwickelt sich Ausbeutung: Yin und Yang können eben immer nur miteinander existieren, schlicht weil sie es müssen. Das ein Pol mal stärker ist, ändert nichts an der Existenz des anderen Pols ;-)!

Schöner Thread - finde ich.
 
 
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Guomindang (Gast)
04-jul-07
@Frieder Demmer
Nun das waren die Sozialisten, welche die Menschen umgebracht haben.
...Damit die Menschen erkennen...es gibt Sozialismus, aber er funktioniert nicht. Somit hat der S keinen Wert. Die Geschichte hat Ihn zerstört.

Was der S hinterlassen hat, sind Millionen von Toten. Da gibt es keine Rechtfertigung. Demokratie und Sozialismus zu vermischen, scheint mir keine gute Idee zu sein. Mann könnte auch versuchen Äpfel und Birnen zu addieren. Das eine ist ein Mehrparteiensystem und das andere Rätesystem.

Demokratie und Marktwirtschaft sind Yin und Yang. S ganz weg, braucht man nicht mehr;)

Ich habe im übrigen noch eine andere Theorie. Warum konnte sich der S, bzw. K in China durchsetzen (mit Waffengewalt sowieso) aber wie konnten die sogennanten einfachen Leuten sich mit dieser westlichen und für sie völlig unverständlichen, da nicht aus Ihrem Kulturkreis stammenden Ideologie "anfreunden"? Der K benützt die Farbe ROT. Das hat unseren Chinesischen Mitmenschen gefallen, sie dachten hierbei handle es sich um China. Deshalb auch die latent nationalistischen Anspielungen in der Propaganda.
Na? ;)

Sozialismus ist Utopie. Funktioniert noch nicht mal auf Goa.
 
 
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Tortje
04-jul-07
Hallo,
nur mal so:
"Wir sind nicht das Wunschbild der Chinesen, unser Urteil also nicht das Maß für ihre Anstrengungen."
Max Frisch, 1975 mit Helmut Schmidt in China

Hat mir gut gefallen...

Beste Gruesse
Tortje
 
 
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hermann2111 (Gast)
06-jul-07
Der kulturelle Vergleich hier im Forum hat dazu eine gaaanz gute Grafik.

@ Tortje, bleib tapfer.
 
 
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DRstrangelove (Gast)
06-jul-07
Zur kulturellen Differenz: eine gebildete Chinesin steht mir sehr viel naeher als eine bayrische Katholikin; eine Beziehung mit letzteren wuerde wirklich an der kulturellen Differenz scheitern.
 
 
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(thread closed)

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