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aw: Situation in Tibet   guter beitrag schlechter beitrag
Eberhard
16-mär-08
Hier wird durchgängig so argumentiert, als sei klar, dass sich die Chinesen in Tibet nicht nur in der Vergangenheit sondern auch im aktuellen Fall menschenverachtend verhalten hätten.

Tatsächlich war es aber umgekehrt, wie man dem Augenzeugenbericht des Economist Reporters entnehmen kann:
http://www.economist.com/daily/news/...ry_id=10870258

Er berichtet davon wie Mönche und Demonstranten stundenlang brandschatzend durch die Straßen zogen und Häuser anzündeten, in denen wahrscheinlich Menschen verbrannten.

Eine halbwegs objektive Quelle in deutscher Sprache bietet dazu die Neue Züricher Zeitung;
http://www.nzz.ch/nachrichten/intern....689797 .html

Und wer glaubt, solche Gewaltausbrüche seien durch erschossene Demonstranten zu entschuldigen, der schaue sich mal die Dalai Lama Seite http://www.tchrd.org/ mit all den brandaktuellen Handy-Fotos an.

Dort ist deutlich zu erkennen, dass eine Großdemonstration ungehindert zugelassen wurde und offenbar niemand erschossen wurde. Andernfalls würde es ja sicher auch davon Fotos geben und auch der Economist Reporter hätte was davon mitbekommen.

Im aktuellen Fall ist also nicht den Han-Chinesen sondern den Tibetern der Vorwurf menschenverachtenden Verhaltens zu machen.

Wäre schön wenn davon auch im Spiegel zu lesen wäre und man nicht erst den Economist bemühen müßte, um zu erfahren, wie es wirklich war.
 
 
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Eberhard
16-mär-08
Ein interesanter Beitrag:

http://www.youtube.com/watch?v=x9QNKB34cJo
 
 
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Frieder Demmer
16-mär-08
Ich persönlich muss sagen, dass wir uns gerade entlang einer Grenze bewegen, an der mir ersteinmal schnurzpiepegal ist, wessen "Postings" gerade wo veröffentlicht werden - und auch wer "Schuld" ist (systemisch IMMER beide Seiten).

Touristen wurden aufgefordert Lhasa zu verlassen.

Wir sollten dringend um besonnene Entscheidungen auf beiden Seiten BETEN.
 
 
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imbroglione (Gast)
17-mär-08
Sorry, wenn ich mich einmische, aber so aehnlich koennten sich die Argumente annodazumal waehrend des Boxeraufstandes angehoert haben.
"Marrodierende chinesische Banden haben irgendwas angezuendet..." darauf folgte dann, etc,etc.
Die Japaner haben sich sicherlich auch irgendeinen Grund einfallen lassen, um bestimmte Massaker anzurichten.
Totalitaere Regime sind bei der Niederschlagung von Revolutionen relativ flexibel, was die Gruende fuer Gewaltanwendung angeht. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.;-)
Warum sollte man mit zweierlei Mass messen. Das Pekinger Regime sind ganz ordinaere rote Faschisten.
 
 
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Eberhard
17-mär-08
"Totalitaere Regime sind bei der Niederschlagung von Revolutionen relativ flexibel, was die Gruende fuer Gewaltanwendung angeht. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.;-) "

ach nur die totalitäre? was ist mit golf von tonkin? atomwaffen saddams?

wie blind muss man sein um solchen schwachsinn noch zu glauben?
 
 
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imbroglione (Gast)
17-mär-08
na, wie blind bist du denn?
sehr blind? ziemlich blind?????
 
 
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Frieder Demmer
17-mär-08
Alles deutet daraufhin, dass es in Tibet zu weiterer Gewalt kommt. Mir macht das primär Angst, weil ich mir sehr unsicher bin, welche Kräfte da am wirken sind, und was uns da noch bevor steht..

Zu den Nachrichten:

Ich bin überzeugt, dass wir schon jetzt überhaupt keine unintendierten Bilder aus Tibet mehr bekommen - und zwar beiderseitig. Jeder schneidet sich das zusammen, was zu seiner Sicht passt. Ich persönlich würde aktuell nur den Berichten von Personen trauen, die ich persönlich kenne.
 
 
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dealguien
17-mär-08
Das Dumme im Fall Tibet ist, dass hierüber im Westen mindestens ebenso viel gelogen wird wie in China. Geschichten über das "friedliche Tibet" mit betenden Mönchen und mild-lächenden Dahai Lamas verkaufen sich einfach zu gut. Und für China ist Tibet strategisch viel zu wichtig, als dass es aufgegeben werden könnte.
 
 
aw: Situation in Tibet   guter beitrag schlechter beitrag
Franco
17-mär-08
". . . . . weil ich mir sehr unsicher bin, welche Kräfte da am wirken sind, und was uns da noch bevor steht.. . . . . ."

Ein "nicht sicher" haette ich Dir gerade noch abgenommen. Aber das "sehr unsicher" glaube ich Dir nicht.

Welchen Grund sollte es geben, dass gerade in Tibet auf einmal die Kraefte völlig andere sind als die in solchen Situationen ueblichen.

Ich teile Deine Sorge.

Frank
 
 
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DRstrangelove (Gast)
17-mär-08
http://ark.cdlib.org/ark:/13030/ft2199n7f4/

Lesen, darueber nachdenken und Schluesse ziehen.
 
 
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Sven-sino
18-mär-08
Muss einige weiter oben gemachte Beobachtungen bestätigen. Meine teilweise ausgewogenen und teilweise pro-Chinesischen Beiträge, welche ich auf focus.de ohne jede Verletzung der Nettiquette gepostet habe, haben auch nur zu höchstens 25% der Redaktionszensur stand gehalten und sind veröffentlicht worden.
Es ist schon erschreckend, wie in D Meinungsmache in allen Medien läuft.
Genauso unfassbar ist es, dass sich die Leute in Deutschland selbst beim Anblick der Fernsehbilder nicht mal fragen, ob es tatsächlich Polizei und Armee sein können, die Autos anzünden und Straßenzüge verwüsten...

...insgesamt schon faszinierend, welches paradiesisches Friede-Freude-Zuckerwatte-Bild der normale Bild- oder Spiegel.de-Leser in Dtl. von T*bet und seinem Volk hat - fast ausschließlich geprägt durch dass alles überdeckende ... äh ... "Lächeln" des "Exil-Gutmenschen"...
 
 
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gauss (Gast)
18-mär-08
Seit ein paar Monaten sind in diesem Forum Experten aktiv, die chinesische Geschichte und Politik verstehn. Trotzdem moechte ich mal ein paar unwissende Gedanken und Fragen vorbringen. Vielleicht gibt es ja eine Antwort und nicht nur Spott oder falsches Geschichtsverstaendnis..... so frei nach dem Motto.... wenn der Westen vor 100 Jahren Millionen Menschen umgebracht hat, dann darf er uns Chinesen heute nicht dabei stoeren, wenn wir ein paar hundert Randalierer umbringen....

1. Sind die Unruhen in Tibet wirklich ein religioeses Thema? Haben sie etwas mit Unabhaengigkeit zu tun? Oder geht es einfach nur um Frust, Ungleichbehandlung, soziale Ungerechtigkeit, fehlgeleitetete chinesische "Entwicklungshilfe" und guten Willen, und so weiter.
2. Frage mich, was die Leute auf die Strasse bringt. Lhasa ist ja nun nicht gerade seit gestern "Spannungsgebiet". Ich behaupte nun mal ganz einfach, dass dort wirklich jede Ecke von Kameras und Infomanten ueberwacht wird. Die Leute gehen ja schon ein gewisses Risiko ein. IWarum? Dummheit? Verzweiflung? Glaube?
3. An Eberhard, meine Vermutung: Das chinesische Militaer ist NICHT brandschatzend durch die Strassen gerannt. Meine Frage: Wer und vor allem warum ist sind andere brandschatzend durch die Strassen gerannt? Ist doch albern, dass der laechelnde Opa 50 Jahre nach seiner Flucht, die Leute in China noch zu solchen Risiken bewegen kann...... er wuerde sich doch nur selbst schaden..... lebt doch ganz gut mit dem status quo.
 
 
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gauss (Gast)
18-mär-08
@sven sino
Wer steht denn hinter den Kameras in Lhasa? Wer beschlagnahmt memory cards von Touristen in Lhasa? Schon seltsam wie du Meinungsmache in Deutschland anprangerst und die Berichtssituation in Lhasa ausklammerst. Warum gibt es denn keine objektive Berichterstattung? Weil die westlichen Medien versaut sind oder weil sie in Tibet nicht frei arbeiten koennen? Ich behaupte nun mal einfach, das YP keine Genehmigung braucht, wenn er aus Restdeutschland in den Freistaat Bayern reisien will...

Hat irgendjemand abgestritten, dass die Tibeter die Haeuser, Geschaefte und Autos angezuendet haben? Habe ich zumindest nicht gelesen. Was geschah vorher? Weisst du mehr als ich?

BTW: Das ganze Gesuelze, dass der tibetische Staat vor der Befreiung eine Tyrannei war geht mir auf den Sack. Wieviele Millionen Menschen hat den die KP seit den 50 ern im chinesischen Mainland auf dem Gewissen? Mehr als Tibet Einwohner hat. Aber man zeigt ja immer lieber mit dem Finger auf den anderen, um selbst ungestoert massakrieren zu koennen.... Um Kommentaren vorzubeugen: Ja ich weiss: die Amis tun es, dei Deutschen haben´s getan und alle anderen auch. Aber das heisst nicht, dass es ok ist wenn die Chinesen das Gleiche tun. Da behalte ich mir schon vor, meine Meinung zu haben, genaus wie bezueglich den Amis, Franzosen, Deutschen usw.. So viel auch zu meiner obigen Bemerkung zum Thema - "falsches" Geschichtsverstaendnis.
 
 
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imbroglione (Gast)
18-mär-08
Die KP hat in China seit Machtuebernahme schaetzungweise an die siebzig Millionen Menschen auf dem Gewissen...

Es ist interessant zu beobachten, wie Propaganda in Echtzeit wirkt. Derartige Verzerrungen sind den Meisten nur aus dem Geschichtsbuechern bekannt. Ideologische Verbraehmung und Indoktrination.
Manche Personen scheinen allergisch auf Koenigsberger Klopse zu reagieren.

Tibet hat fuer China rein militaerisch strategischen Charakter. Hierbei geht es weder um "Befreiung" noch um "DL".
 
 
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DRstrangelove (Gast)
18-mär-08
Nochmal der Hinweis zum Informieren:

http://ark.cdlib.org/ark:/13030/ft2199n7f4/

Lesen, darueber nachdenken und Schluesse ziehen.
 
 
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einbrettholz (Gast)
18-mär-08
2 mehr oder weniger interessante links zu dem traurigen thema.


1. Shanghai Daily http://www.shanghaidaily.com/sp/article/2008/200803/20080318/article_352558.htm
"In one case, a civilian was reportedly doused with gasoline by rioters and burned to death. In another case, rioters beat a patrol policeman unconscious and then cut a piece of flesh from his buttocks."
man beachte das bild auf dem chinesisches militär tibetische pilger medizinisch versorgt.

2. Youtube Topresult zum Thema "Tibet"
http://de.youtube.com/watch?v=x9QNKB34cJo

eine diskussion die haupsächlich von im ausland lebenden chinesen dominiert wird und dessen tonus im titel wiedergespiegelt wird. "Tibet WAS,IS,and ALWAYS WILL BE a part of China"

ironisch, dass leute in china gerade die seite wohl nicht aufrufen können, auf der die größte pro-1-china diskussion stattfindet.
 
 
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hadie
18-mär-08
Die Vorbereitungen fuer die Propaganda-Schlacht um die Olympischen Spiele laufen. Darunter zu leiden haben bisher "nur" die Han-Chinesen in Tibet. Und alles zielt darauf ab, dass im Sommer moeglichst jeder Athlet, Offizielle oder Peking-Besucher zum Traeger neoliberaler Regime-Change-Propaganda gemacht werden soll: auf der einen Seite der chinesische Staatsapparat mit seiner Ein-China-Doktrin, auf der anderen Seite westlicher Geheimdienst-Schmuddel und blutiges Abenteurertum. Das Ganze ist so vorhersehbar wie ein von der Berliner Wettmafia gekauftes Fussballspiel.
 
 
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Eberhard
19-mär-08
Heise Artikeln zum Thema:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27524/1.html

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27526/1.html
 
 
aw: Situation in Tibet   guter beitrag schlechter beitrag
YelloPerilopremium member
19-mär-08
So funktioniert auch Propaganda:
http://newschecker.blogspot.com/2008/03/who-lie-about-xizang-tibet-violence-and.html
;-)

Wer einen schwachen Magen hat, soll hier nicht klicken.
http://www.flickr.com/photos/24783058@N02/

YP
 
 
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einbrettholz (Gast)
19-mär-08
holymoly, das ist mal ein messer.
mittlerweile ist das echt ein propagandakrieg sondersgleichen geworden.
und dabei frag ich mich warum.
es wird sowieso kein westlicher staat mehr tun als \"empört zu sein\" (FDIs sei dank) und die chinesen wüden sich auch eh nix sagen lassen.

hat irgendwie was von einem Propaganda schwanzvergleich und das tatsächiche problem wird so drecking wie irgend möglich \"gelöst\".

bin natürlich etwas naiv, aber man könnte ja versuchen das problem zu lösen anstelle versuchen beim morden gut auszusehen oder eben beim wegschauen.
 
 
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