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schwarzenegger-syndrom   guter beitrag schlechter beitrag
clemenspremium memberadministrator
29-jun-02
goede middag allemaal :)

was mir nach drei jahren holland auffällt, ist, daß mich der korrekte gebrauch der deutschen sprache wesentlich mehr energie kostet als früher. nicht zuletzt durch das mediale umfeld (tv/zeitungen/radio) wird die muttersprache nicht mehr jeden tag "automatisch" gepflegt. resultat: man gewöhnt sich zunehmends an die sprache des gastlandes bzw. englisch.

besonders spürbar wird es, wenn auf einmal englische vokabeln schneller auf der zunge liegen als deutsche und man so im gespräch unbewußt oder bequemlichkeitshalber stets häufiger auf naheliegende anglismen zurückgreift. ziemlich unterhaltsame sache, speziell bei heimaturlauben :)

was sind eure erfahrungen damit in china?

groetjes,
clemens
 
 
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Miffy
29-jun-02
Dito :)
Meiner freunde haben mich mittlerweile als arrogant abgestempelt,wenn ich mal unbewußt englische vokabeln benutze oder im cafe schon mal nach der maidan verlange :) Nicht,dass ich nur english in shanghai gesprochen hätte,aber man gewöhnt sich sehr schnell daran und schwups die wups hat man schon mal ein paar wörtchen in seiner muttersprache nicht mehr so schnell zur hand *gg aber gut zu wissen,dass es nicht nur mir so geht!!!

Ps: was in gottes namen hat dich eigentlich zu den kaasköppen verschlagen?! *gg Whatever,schick dir noch ein großes lob für diese seite,ist die beste wo geben tut!!!
 
 
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das ruhrgebiet
01-jul-02
kommt mir bekannt vor, passiert mir gelegentlich (und scheinbar nicht nur mir zum glueck), dass ich bei etwas bunteren gesellschaften (franzosen, chinesen, japaner und wir) meine muttersprache nicht mehr beherrsche.... ups. vor allem kommt man irgendwann mit saemtlichen weltsprachen durcheinander, ist echt witzig teilweise. aber... wenn ich meinen heimurlaub hinter mir habe und nach shanghai zurueckkehre, weiss jeder wieder sofort, aus welchen teil deutschlands ich komme *grins*. gruss uebrigens an miffy.
 
 
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harald geiger
01-jul-02
ich habe bei mir folgende zwei effekte festgestellt:

- mein englisch wurde zeitweise in shanghai schlechter als es vorher war, weil ich mich an das chinesisch-englisch angepasst habe und sich unbewusst die gleichen fehler eingeschlichen habe, die die locals hier machen - dann verstehen sie einen zumindest ;-) ...naja, soweit dass ich jetzt auch "his" und "her", verwechsle ist es noch nicht ...

-wenn ich auf heimaturlaub bin, bricht bei mir viel öfters der münchner dialekt durch statt das hochdeutsche.

ciao, harald
 
 
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dirk
01-jul-02
ich habe eine bekannte die kommt aus spanien, lebte lange in new york und ist nun seit 30 jahren in deutschland.
wenn sie so richtig in redewallung kommt, dann vermischt sich ihr südeuropäische temprament mit englisch/deutschen vokabeln. hört sich echt lustig an und ich find es gar nicht so schlecht.
 
 
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Sabine
01-jul-02
Ich benutze in Deutschland gaengige Floskeln ohne zu merken, dass die gar nicht jeder versteht... "Yummy" anstatt "lecker", oder 'see you later' anstatt 'tschuess' oder 'oh dear' anstatt 'oje' etc etc...
Erst die Kinder von Nachbarn haben mich drauf aufmerksam gemacht "Hey, was schwätsch'n Du für en Schoiss naus"
Im Englischen hatte ich mir in Singapore das "Singlisch" angewoehnt wenn ich mit Chinesen rede. Damit kommt man ja nun leider hier gar nicht weiter, hat sich inzwischen auch gegeben.
 
 
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Christian Silies
01-jul-02
Interessant ist aber auf jeden Fall, daß es im Deutschen für viele chinesische Worte und Redewendungen keine passende Entsprechungen gibt (das gilt natürlich im Prinzip für alle Sprachen, sogar für Niederländisch!), das Benutzen des chinesischen Wortes also essentiell ist.
Ein für mich offensichtliches Beispiel ist z.B. das einfache "mafan", dessen chinesischer Gebrauch so vielschichtig ist, daß kein deutsches Wort dem nahe kommt. Problematisch finde ich das Vermischen der Sprachen immer dann, wenn es eine klare Entsprechung im Deutschen gibt.
Christian
 
 
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Doris
02-jul-02
Hab eine Freundin die ist Spanierin und lebt auch in Shanghai. Sie beherrst neben Spanisch auch noch Englisch und Deutsch. Letztens sprach sie mit der Bedinung im Restaurant Deutsch und bemerkte es selber nicht. Der "xiansheng" starrte sie daraufhin ziemlich verständnislos an, bis ich sie auf ihren "Sprachfehler" hinwieß.
Und auch ich bemerke, wie sich immer mehr englische Vokabeln in meinem Hirn einnisten und ich Deutsch mit Englisch vermische. Solange mich meine Freunde aber noch verstehen, kanns so schlimm nicht sein.
Gruß Doris
 
 
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Horst
02-jul-02
Ich wuerde mich ja gerne hier einreihen, aber bis auf eine kleine Ausnahme bereitet mir das Umschalten zwischen deutsch, englisch, französisch, spanisch und chinesisch keine Probleme. Auch meine deutsche Muttersprache beherrsche ich immer noch genauso gut wie damals, als ich noch in Deutschland lebte. Diese oben erwähnte Ausnahme ist die häufige Benutzung der kleinen Phrase "mei you", egal in welcher Sprache ich gerade mit jemandem rede. Ist aber ja auch kein Wunder, schließlich hört man genau das jeden Tag an jeder Ecke.
 
 
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